Grundsteuerreform

Am 08.11.2019 hat der Bundesrat der Grundsteuerreform zugestimmt. Die neu berechnete Grundsteuer wird ab 2025 zu zahlen sein.

In Zukunft werden für die Ermittlung der Höhe der Grundsteuer für Wohngrundstücke der jeweilige Wert des Bodens (Bodenrichtwert) und die Höhe der statistisch ermittelten Nettokaltmieten als wesentliche Faktoren einfließen.

Die Bundesländer haben durch die Länderöffnungsklausel die Möglichkeit bekommen, ein eigenes Grundsteuermodell einzuführen.

Da für vermietete Geschäftsgrundstücke keine statistischen Daten erhoben werden, wird für die Wertermittlung auf die gewöhnlichen Herstellungskosten für die jeweilige Gebäudeart und den Bodenrichtwert abgestellt.

Auch zukünftig wird die Grundsteuer in 3 Schritten berechnet:

Wert x Steuermesszahl x Hebesatz.

Klimaschutzprogramm 2030

Der Bundestag hat am 15.11.2019 das Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogrammes 2030 im Steuerrecht verabschiedet.

Die "Energetische Gebäudesanierung" ist als Eckpunkt beschlossen worden.

Energetische Sanierungsmaßnahmen an selbst genutztem Wohneigentum werden ab 2020 für einen befristeten Zeitraum von 10 Jahren durch einen prozentualen Abzug der Aufwendungen von der Steuerschuld gefördert. Förderfähig sind danach Einzelmaßnahmen, die auch von der KfW als förderfähig eingestuft sind, wie

- die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen oder Geschossdecken,
- die Erneuerung der Fenster oder Außentüren,
- die Erneuerung bzw. der Einbau einer Lüftungsanlage,
- die Erneuerung einer Heizungsanlage,
- der Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- u. Verbrauchsoptimierung u.
- die Optimierung bestehender Heizungsanlagen.

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